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Mamanet Austria Pressekonferenz mit ASKÖ-Präsident Krist und ÖLV- und Mamanet Präsidentin Spendelhofer zur Projektvorstellung von Mamanet Austria im ERIMA Schauraum Wien

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Wien - Am Donnerstag, dem 31. August 2017, stellten der Präsident der Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich (ASKÖ), Nationalratsabgeordneter Hermann Krist, sowie die Präsidentin des Österreichischen Leichtathletikverbandes und Mamanet Austria, Mag. Sonja Spendelhofer, das vom Sportministerium unterstützte, internationale und niederschwellige Bewegungsangebot für Frauen und deren Kinder vor. Dank der Förderung durch das Sportministerium ist die Zusammenarbeit mit allen Dachverbänden und allen wichtigen Sozialeinrichtungen gefragt.

Hermann Krist: „Mamanet war für die ASKÖ die Gelegenheit seit längerer Zeit wieder einmal eine neue Sportart nach Österreich zu bringen und das speziell für die Frauen.

Ich kenne es aus meiner Kindheit und dem familiären Umfeld heute noch, dass die Mütter die Kinder bringen und abholen. Die Idee ist die Mütter von dieser Logistik wegzuholen und sie von der Tribüne aufs Spielfeld zu bringen.

Außerdem war es ganz wichtig bei einem Frauenprojekt auch Frauen in Entscheidungspositionen einzusetzen. 

Das Besondere ist: Man braucht keine Spitzensportlerin sein, um Cachibol gleich spielen zu können!

Mamanet erhält laufend mehr Gewicht auch durch den Ausstatter ERIMA und der persönlichen Unterstützung durch Österreich Geschäftsführer Willy Grims, der immer offen für Neues vor allem auch im Breitensport ist.“

„Mamanet brauchen wir in Österreich“, so Sonja Spendelhofer begeistert und weiter: „Das Projekt läuft auf zwei Schienen. Einerseits sollen die Taxi – Mamas (wieder) zum Sport gebracht werden und nicht zu irgendeinem, sondern zum Teamsport. Andererseits ist Mamanet eine Gemeinschaft mit sozialem Netzwerk, in der gegenseitige Unterstützung und Integration großgeschrieben werden.“ Sie erzählt berührt von einem persönlichen Erlebnis beim Tag des Sports: “ Während bei der Mamanet  Mitmach – Station schon fleißig gespielt wurde, beobachtete ich eine etwas ältere und eher unsportlich aussehende Frau am Rand, die zusah. Als ich fragte, ob sie mitmachen wolle, antwortete diese, dass sie keinen Platz mehr im Sport hätte. Später spielte sie doch mit und strahlte über das ganze Gesicht und ist nach wie vor motiviert dabei.“

Sportminister Doskozil: „Ich gratuliere den Verantwortlichen zu der erfolgreichen Initiative von Mamanet Austria.  Mit Cachibol wurde nicht nur das heimische Sportangebot um eine Ballsportart erweitert, es zielt im Besonderen auf die motorischen Grundfähigkeiten ab und verspricht rasche Erfolgserlebnisse ohne besondere Vorkenntnisse oder kostspielige Ausrüstung. Mamanet dient nicht nur der körperlichen Ertüchtigung, sondern vermittelt auch Spaß und Freude. Für die Zukunft wünsche ich den Aktiven und Verantwortlichen viel Erfolg. Wir freuen uns seitens des Sportministeriums Projekte unterstützen zu können, die Menschen zum Sport bringen und dazu animieren.“

Mamanet Generalsekretärin Sissi Speiser zitiert eine Spielerin: „Mamanet macht die Welt ein Stück freundlicher, netter und heller!“

Warum? Weil Wertschätzung, Religions- und Gewaltfreiheit eine wesentliche Rolle im Projekt spielen. Am Mamanet Spielfeld sind alle gleich! Das internationale Gesamtkonzept ist nicht nur vorgegeben, sondern auch stimmig in Österreich. Es greift als neues „Life Style Produkt“ für Mütter, die – wenn direkt angesprochen - auch einmal was für sich selbst machen können. Die Aussage wie: „Auf sowas habe ich schon lange gewartet“ ist nicht selten und Mamanet wird auch Dank der bei Bedarf angebotenen Kinderbetreuung schnell nachhaltig angenommen.  

Auch im fortgeschrittenen Alter und ohne Sporterfahrung ist ein Einsteigen problemlos.  

Leicht war es nicht am Anfang:    

Zuerst musste das Projekt bekannt gemacht werden – Präsentationen in Gremien der Verbände aber vor allem Mitmach – Stationen bei Events und Schnuppertrainings in Vereinen platzieren. Diese ersten Aktionen beinhalteten schon fast alle Zutaten, die Mamanet ausmacht.“

  • Das persönliche Ansprechen und Auffordern von Müttern
  • Every mother can! Egal ob sportlich oder nicht, Cachibol kann in ein paar Minuten erklärt werden und sofort kommt ein Spiel zu Stande, das Spaß macht. Fangen können wir alle. Kein Frustmoment wie in anderen Sportarten.
  • Umkehr Stereotyp: The mother is the star! Vorbildwirkung für Kinder
  • Gute Stimmung und Wertschätzung im Team – soziales Miteinander
  • Vernetzung – Frauen, die teilgenommen hatten, haben dann gleich Werbung gemacht und sind im Sommer mit Freundinnen bei anderen Mamanet Aktionen aufgetaucht.

Bei Mamanet wird ernsthaft Sport betrieben, aber wollen auch Frauen erreicht werden, die sonst eher schwer Zugang zum Sport haben, überhaupt noch nie Sport gemacht oder ab der Geburt von Kindern mit dem Sport aufgehört haben. Das sind z.B. berufstätige, alleinerziehende, oder stark übergewichtige Frauen, aber auch Frauen mit Migrationshintergrund.

Es entstehen eine gewaltige Energie, neue Perspektiven, Aufgaben und sogar Arbeitsplätze. Der internationale Charakter, die Möglichkeit an internationalen Turnieren bis hin zu den Weltspielen teilzunehmen ist dabei sehr reizvoll.

Derzeit gibt es 18 wöchentliche Kurse in Wien, NÖ und im Burgenland. Tendenz steigend. Wegen der großen Nachfrage im Burgenland wurde gemeinsam mit der ASKÖ Burgenland ein Konzept für MultiplikatorInnen entwickelt.
In Niederösterreich wird gerade neben Klosterneuburg, Schwechat und Korneuburg gemeinsam mit der Sportunion NÖ im Weiviertel durchgestartet. In den nächsten Wochen ist Mamanet bei ASVÖ Events in Vorarlberg, der Steiermark und Wien präsent.

Eine Zusammenarbeit mit Sozialeinrichtungen wie den Caritas Grundversorgungshäusern, Frauen Häusern Wien, Wieder Wohnen gibt es in Wien und es werden wöchentliche Kurse im Gemeindebau angeboten.
Und wer glaubt, dass bei den Sozialprojekten kein Sport betrieben wird, irrt. So hat das Schöpfwerk Team, welches vom Bezirk Meidling gefördert wird, das Abschlussturnier im Juni gewonnen! Dieses Projekt wird im September mit dem Frauenpreis der Grünen Meidling ausgezeichnet.

Ab kommender Saison soll ein sanfter regionaler Ligenbetrieb starten. Die erste nationale Meisterschaft wird im Juni 2018 in Wien stattfinden.

„Mamanet wurde bereits durch das Zentrum für Sportwissenschaften der Universität Wien evaluiert. Die mehr als 100 seitige Bakkalaureatsarbeit bestätigt auch mittels teilweise sehr positiven emotionalen Interviews die Zielerreichung. Wir sind am richtigen Weg zur Ausweitung auf ganz Österreich“, so Speiser ganz stolz!

Rückfragen & Kontakt:
Mamanet Austria
Generalsekretärin Elisabeth Speiser 

0699/119 423 46
speiser@mamanet.at   www.mamanet.at

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